Der alternative Blog eines erwachten Mitbürgers

Aktuelle Kommentare

Recent Comments Widget



Da diese Internetseite von nur einer Person betrieben wird, bitte ich um Verzeihung, wenn die Veröffentlichung eines Kommentars etwas länger dauert!



Privaten Kontakt zum Autor finden Sie hier:

RedaktionAR@yahoo.de



Freitag, 18. April 2014

Dewey B. Larson - "Does The Nuclear Atom Exist ?" (Englisch)

Der Vortrag wurde auf einer Konferenz 1978 aufgezeichnet. Dewey B. Larson erzählt von seiner wissenschaftlichen Arbeit und seinen Erkenntnissen rund um die postulierte Atomtheorie. Er ist der Autor des Buches "The Case against the Nuclear Atom", welches ihr HIER online lesen könnt.


Donnerstag, 17. April 2014

Zeitungsartikel von 2008: Krim-Krise als Vorwand für den Dritten Weltkrieg

Im Internet geht bekanntlich nichts verloren und so ist uns heute über das Web-Archiv  ein Artikel zugänglich, der bereits 2008 von der kommenden Krim-Krise berichtet und wie das Szenario in einen Dritten Weltkrieg führen soll. Ich habe den Text mit dem Google-Übersetzer ins Deutsche übertragen und einen flüssigen Text daraus gemacht, zumindest soweit es mir möglich war. Ich habe Teile, die ich nicht übersetzen konnte mit (...) gekennzeichnet und übernehme auch keine Veranwortung für mögliche Falschübersetzungen. Ich habe mir Mühe gegeben, aber das Russische ist mit Google-Übersetzer nicht so einfach zu handhaben. Ich denke aber es war der Mühe wert. Lest selbst was 6 Jahre vor der Krim-Krise geschrieben wurde.


"Unter dem neuen US-Präsidenten Barack Obama wird das Szenario des bewaffneten Konflikts in der Krim umgesetzt werden. "Es ist ein amerikanisches Szenario und unter Obama ist die Wahrscheinlichkeit der Verwircklichung dieses Szenarios höher als unter McCain” – sagte bei einem runden Tisch in Kiew der russische Politologe Andrei Okara.

Der Experte erklärt: ”Es wurde deutlich, dass das Obama-Team aus Menschen - von der Wall Street abhängig - besteht, die auf  ”Entwicklungen aus dem kontrollierten Chaos ” setzen.

Nach Okara war Georgien der erste Bereich für ”kontrolliertes Chaos”, danach kommt die Ukraine, genauer die Krim. “Das ist der Punkt, der ein Feuer, einschließlich der globalen Konflikte, die in einen Weltkrieg eskalieren werden, auslösen wird und leider wird dieses Szenario gerade in diesem Moment in die Tat umgesetzt.” sagt der Analyst.

Sein Kollege vom ukrainischen Institut für Russland Andrey Blinov ist der Meinung, dass Russland kein Interesse an einem solchen Konflikt hat. (...)

US-Ambitionen in Richtung Krim sind bestätigt und vor kurzem wurde die ukrainisch- amerikanische Charta über strategische Partnerschaft unterschrieben. Die Charta sieht die bedingungslose Anerkennung der Souveränität der Ukraine und ihre Integration in die NATO vor, erhöhte US-Präsenz in der Krim und andere Formen der Zusammenarbeit. Der US-Botschafter William Taylor in Kiew sagte aber beruhigt : ”Die Charta verpflichtet keinen der beiden Parteien auf militärische Unterstützung ” und er fügte hinzu, wenn die Grenzen verletzt werden , “ werden wir uns treffen und über unsere nächsten Schritte beraten. ”

Im zweiten Abschnitt des Papiers zur Verteidigung und Sicherheit , die das Interesse der beiden Länder zu ” einem starken, unabhängigen, demokratischen Ukraine” herausstellt, wird die Integration in die europäischen Strukturen eine “gegenseitige Priorität” genannt. Dieser Abschnitt erklärt erneut , dass die Ukraine der NATO beitreten wird. “ Um die Stabilität in der Welt zu schützen, werden die Ukraine und die Vereinigten Staaten ihre Zusammenarbeit in Verteidigungs-und Sicherheitsfragen stärken”, – sagte der Botschafter. Darüber hinaus erwähnt Taylor konkrete Schritte, um das Niveau der Ausbildung und des militärischen Nachschubs für die ukrainischen Streitkräfte zu verbessern.

Der fünfte Abschnitt ist mit der Erweiterung der menschlichen Kontakte und die Zusammenarbeit im Bereich der Kultur gewidmet: Die Ukraine, wie aus dem Text (wie von Taylor vorgelegt ) folgt “begrüßt die Absicht der Vereinigten Staaten, ihre diplomatische Präsenz in der Krim zu erhöhen.” Die Größe der Präsenz auf der Halbinsel ist noch in der Diskussion, “aber es kann eine Struktur mit bestimmten konsularischen Aufgaben sein.”

Das Dokument bezieht sich auch auf die Unterstützung von Kiew gegen Moskau auf Abzug der russischen Schwarzmeerflotte von der Krim.

Die Tatsache, dass die Krim der vielversprechendste Punkt zur Destabilisierung Russlands ist, wissen die Amerikaner und die Regierung in Kiew genau und auch Beobachter merken das nicht zum ersten Mal an. In regelmäßigen Abständen erscheinen in den Medien verschiedene Szenarien, mit denen die ukrainischen ”Demokraten” versuchen , über dieses “ Pulverfass ” Ansprüche an Russland zu stellen. (...)

Provokationen auf der ”Krim-Richtung” können wirklich nicht vermieden werden, so die ukrainischen Kommunisten. Die USA bereitet vor sich nach Osten (Ziel natürlich Russland) auszudehnen , aber zuerst müssen sie die pro-russische Krim brechen, den Ex-Sprecher des Krim-Parlaments, Werchowna Rada und seinen Stellvertreter Leonid Gratsch. Geplant für nächstes Jahr ist eine Repräsentanz in Simferopol.

Die Tatsache, dass die Ukraine im Bereich der Aufmerksamkeit des neuen US-Präsidenten steht, haben die Analysten bereits erwähnt. Obama wird versuchen gegen Russland über die Ukraine vorzugehen , sagte der Politologe Sergej Taran : “Zuerst wird die USA die Ukraine vernächlässigen, weil Obama beschäftigt ist mit internen Problemen der Vereinigten Staaten. Aber in den langfristigen Bemühungen der USA - Obama wird seine Autorität in Europa wieder aufnehmen, und auf lange Sicht wird die neue US-Administration besonderes Augenmerk auf die Ukraine legen, die ein Gegengewicht zu Russland in der Region sein könnte, und in der Zukunft (...).

Ukraine wird für die Vereinigten Staaten Abschreckung für Russland bleiben , stimmt ukrainische Politologe Andrei Yermolaev. Nach ihm ist die Ukraine für die amerikanische Politik ein Instrument, das in einer ziemlich zynischen Strategie verwendet wird.

Die meisten ”Visionäre”  proben schon hart für den bevorstehenden Kampf um die Krim: vor kurzem wurde in Kiew eine Gefechtsübung gemacht unter dem Namen ”Freiwillige Aktionen für Einheiten auf der Krim- Planspiel von Operationen nach der russischen militärischen Aggression.” Die Veranstalter  (National Salvation Committee, die Partei ”Brotherhood” und ”New Force” und der Verein ”Nordbrotherhood” ) argumentieren, dass der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, der nicht später als 2011 ausbrechen wird, das gesamte Aufgebot des Widerstands erfordern wird und sie setzen auf freiwillige Organisationen. Der Generalstab der Streitkräfte hat bereits sicher ”Rollenspieler” ausgebildet."




Mittwoch, 16. April 2014

Weltbild und Ziele der frühen Rosenkreuzer

Anmerkung: Ich gebe diesen gelungenen und ausführlichen Text über die frühen Rosenkreuzer wieder, um zu veranschaulichen, wie die Naturwissenschaft, die Lehren des Kopernikus und Galileis und andere Sachgebiete von den ersten Rosenkreuzern unterstützt wurden und welche Rolle die Kabbala dabei einnahm. Ich hoffe der geistige Fluss, den die Kabbala dabei in die heutige Naturwissenschaft machte wird hierbei deutlich.

Im Vorwort zu seinem Buch, das sich besonders intensiv mit den ersten drei Schriften der Rosenkreuzer beschäftigt, gibt Schick als ihr Ziel die „Generalreformation der ganzen weiten Welt“ an (1942: 15). Allgemeine und General Reformation der gantzen weiten Welt ist allerdings nur der Titel eines Textes, der zusammen mit der Fama Fraternitatis erschienen ist. Es handelt sich dabei um einen ins Deutsche übersetzten Auszug aus einer Schrift namens Ragguali di Parnasso (Neuigkeiten aus Parnasso) des Italieners Traiano Boccalinis, der in seiner Allegorie die Absetzung der Herrschaft der Habsburger fordert (Yates 1975: 143f.). Der Begriff einer „general Reformation“ erscheint aber auch in der Fama selbst (zit. n. Yates 1975: 248) als Bemühung des Christian Rosencreutz, sich mit Theologie, Mathematik und Physik dem Dogma der Kirche entgegenzustellen, also auch mit Argumenten der Naturwissenschaft. Von einer weltweiten Reformation ist nicht die Rede.

In dieser Zeit war die Naturwissenschaft erst dabei sich aus dem herauszulösen, was wir heute als Mystizismus ansehen. Heute kann man Theorien zu Größe, Aussehen und Alter unseres Kosmos auf Beobachtungen mit Geräten wie beispielsweise dem Hubble Teleskop stützen [Hier irrt sich der Verfasser] Teleskope gab es zwar auch damals schon und Galilei gelang es auch mit ihrer Hilfe das Kopernikanische Weltbild zu beweisen [Auf den Beweis warten wir heute noch], doch stand dem wissenschaftlichen Fortschritt das kirchliche Dogma Roms entgegen. Im Jahr 1616, als die Rosenkreuzermanifeste gerade erschienen waren, erklärte der Vatikan die Lehren des Kopernikus für falsch (Hawking 1988: 221f.). Dies macht auch deutlich, wie schwer es zu diesen Zeiten war sich Forschungen zu widmen und diese öffentlich zu vertreten. Theorien zur Entstehung des Universums, wie sie bei Paracelsus oder den Kabbalisten zu finden sind, werden mit Misstrauen betrachtet oder gar als blasphemisch angesehen. Sie widersprachen dem Grundsatz, dass Gott eine unbegreifliche Macht war und er, und damit auch die Schöpfung, für den Menschen nicht zu verstehen waren (ebd.: 222).

Kernpunkt des pansophischen Gedankens war dagegen, was in der Fama gleich zu Beginn angedeutet wird, wenn die Erkenntnisse in Wissenschaften und Theologie der jüngsten Zeit gelobt werden. Natur war demnach das Ergebnis der Schöpferkraft Gottes und damit ein Teil Gottes selbst. Das bedeutete, dass die wissenschaftliche Untersuchung des Kosmos nicht dem Glauben widersprach, sondern dass vielmehr die Suche nach der Erkenntnis der Natur Teil der Suche nach der Erkenntnis Gottes sei. Dem zufolge war die Erforschung der Natur und ihrer Gesetze ein Dienst an Gott (Möller 1983: 212 und Peuckert 2003: 574). Dieser Gedanke findet sich besonders bei Johann Amos Comenius (1592-1670) wieder, dessen pansophisches Werk von Andreae beeinflusst war (Yates 1975: 168). Comenius sah demnach eine Kenntnis der Schöpfung, also auch der Naturwissenschaften, als Pflicht des Gläubigen an. Auf dieser Basis begründete er seine Didaktik (Didactica Magna, 1627-32), worin er ein gestuftes Schulsystem und den heutigen Frontalunterricht entwarf (Gudjons 1999: 83), um Bildung, das Wissen um Gottes Schöpfung, allgemein zugänglich zu machen.

Die Rosenkreuzermanifeste weisen darauf hin, dass die Mitglieder des Ordens ausschließlich Protestanten seien. Sie erhofften sich von der Reformation eine Änderung in dem Verhältnis von Religion und Wissenschaften. Während aber Comenius vor allem den Schluss aus der pansophischen Lehre zog, dass Bildung eine Pflicht des Frommen ist, hatten die Rosenkreuzermanifeste ein anderes, nämlich ein gesellschaftliches oder sogar politisches Ziel. Schick (1942: 44) benennt dieses Ziel als eine Gelehrtenrepublik [Heute: Weltrepublik der Freimaurer]. Die Fama spricht hierbei von einer „Societät“ (zit. n. Yates 1975: 250), die zum Vorbild arabische Gelehrtenbünde haben solle, wie sie der mythische Gründer Christian Rosencreutz auf seinen Reisen erlebt hat. Die Gelehrten sollten sich in diesen Bünden über ihre Erkenntnisse austauschen und sie im Diskurs weiterentwickeln, anstatt ihr Wissen eifersüchtig zu hüten. Dies sei besonders wichtig, da sich das gesamte Weltbild zu jener Zeit im Umbruch befand, wie die Fama gleich zu Beginn feststellt. Die Reformation hat neue Erkenntnisse in Glaubensfragen geliefert, genauso entwickelten sich die Wissenschaften immer schneller. Die zu begründende Gesellschaft sollte diese Entwicklung begleiten und fördern. Hinzu kam, dass die Lehren, die dieses neue Weltbild mit sich bringen würde, genutzt werden sollten, um bei der Erziehung von Fürsten zu helfen und ihnen beratend zu Seite zu stehen (Schick 1942: 44).

Als einen der Wegbereiter hierzu nennt die Fama ausdrücklich noch einmal Paracelsus. Tatsächlich findet sich bei ihm eine genauere Darstellung des in Makro- und Mikrokosmos eingeteilten Weltbildes. Demnach spiegelt sich der Makrokosmos, die Schöpfung der Welt und der Planeten im Mikrokosmos, dem Menschen wieder. So wird als Beispiel genannt, dass, wenn der Mensch sich schlafen legt, dies auch in der schlafenden Welt gespiegelt wird (Werner 1994: 18f.).

Dies macht noch einmal deutlich, was zu jener Zeit unter Wissenschaft verstanden wurde. Medizin war beispielsweise noch sehr eng mit Alchemie verbunden. Paracelsus selbst sah sie neben der Anatomie und der Astronomie als eine der die Medizin konstituierenden Wissenschaften an (Werner 1994: 273). Die Neuheiten der damaligen Wissenschaft kamen beispielsweise dadurch, dass der Theistische Gedanke erlaubte, auch die Kabbalisten, die Weltbilder Platons oder die Mystik der Ägypter zu diskutieren und nicht von vorn herein als Ketzerei abzutun. Während heute der Kosmos mit Hilfe riesiger Teleskope und Antennen oder gigantischen Teilchenbeschleunigern erforscht wird, fand diese Forschung zu jener Zeit in Schreibstuben und kleinen Laboratorien statt. Dies geschah wegen des Verdachts der Blasphemie oder gar Hexerei oftmals heimlich. Die Universitäten standen zumeist unter kirchlicher Kontrolle oder zumindest Beobachtung und waren von den neu aufkommenden Lehren der entstehenden Naturwissenschaften eher ausgeschlossen (Schick 1945: 21). Es war bereits zuvor im Rahmen der Renaissance zur Gründung verschiedener Akademien gekommen, in denen Ideen des Theismus beispielsweise diskutiert wurden, der Austausch zwischen diesen Institutionen fiel allerdings wegen des Drucks, der von der Kirche ausging, schwer.

Der Ansatz einer Gelehrtengesellschaft, die offen ihre Ergebnisse austauschen und zusammen arbeiten konnte, entsprach dementsprechend durchaus dem Bedürfnis der Zeit. Mit der Hoffnung, den sie in die Reformation legen, greifen sie vor allem die katholische Kirche an und nennen den Papst sogar den Antichrist (zit n. Yates 1975: 259). So offen, wie sie sich aber geben, sind sie natürlich nicht. Nur für die Chymische Hochzeit, die wegen ihrer Narrativität abseits der beiden anderen Texte steht, gilt die Autorenschaft als gesichert. Nicht einmal die ehemaligen Mitbrüder des mythischen Christian Rosencreutz werden namentlich genannt. Was hier einzig öffentlich gemacht wird ist vielmehr die Idee eines Gelehrtenbundes, der seine Erkenntnisse offen diskutieren und den Menschen zu Gute kommen lassen kann.

Die Bruderschaft der Rosenkreuzer hat wahrscheinlich nie so existiert, wie er in Fama und Confessio beschrieben ist, es sei denn man bezeichnet den Freundeskreis Andreaes als diesen Orden. Die Autoren haben aber mit ihrem Aufruf zur offenen Diskussion ihrer Schriften, der am Ende der Fama erging, bereits einen Schritt in die Richtung gemacht, die sie sich wünschten, nämlich die einer offenen Debatte.

Wie bereits oben erwähnt wurde, nahmen die Bestrebungen der Autoren der Rosenkreuzerischen Manifeste allerdings eine andere Richtung, als sie von ihnen wohl beabsichtigt war. Vor allem die von ihnen postulierten Gedanken der Pansophie wurden missverstanden. Wiederholt hatten die Schriften Kritik an denjenigen Alchemisten geübt, die vor allem die Herstellung von Gold im Hinterkopf hatten, anstatt sie als Erforschung der Schöpfung zu nutzen. Genau dieses Publikum zog ihr pansophischer Ansatz aber an. Sie sahen in ihm die Legitimation jeglicher okkulter oder mystischer Forschung, meinten, dass die Manifeste sie als im Einklang mit dem Glauben darstellten. Vom Gedanken an eine Gelehrtengesellschaft kamen die späteren Gruppen schnell ab. Offen wurden sie noch mindestens bis zu ihrer Denunziation durch Casaubon diskutiert, doch begründeten sich zunehmend mehr Geheimgesellschaften in ihrem Namen, beanspruchten sie als Vorbilder oder direkte Vorfahren. Der Orden der Gold- und Rosenkreuzer beispielsweise berief sich unter anderem auf sie und die Manifeste, lobte aber die Kunst des Goldmachens als höchste menschliche Errungenschaft und stand zu allem Überfluss den katholischen Jesuiten nahe.

Die modernen Inkarnationen der Rosenkreuzer, seien es der Golden Dawn oder der AMORC konzentrieren sich mehr auf spirituelle Erkenntnis und sind bemüht den nicht Eingeweihten gegenüber das Geheimnis zu wahren, statt ihr Wissen offen zu teilen.

Herman Wirth - Aufgang der Menschheit

Das epochale Werk des bedeutenden Symbol- und Frühgeschichtsforschers in der Gesamtausgabe als PDF bei ARCHIVE.ORG zum einfachen Download. Der erste Teil umfaßt die Einführung, die Urgeschichte der Rassen, die Urheimat der Nordischen Rasse und die Auswanderung der Nordischen Rasse. Im zweiten Teil erfolgt die Betrachtung des heiligen Jahres sowie der Urgeschichte der Sprache und Schrift der atlantisch-nordischen Rasse bevor in einem Schlußwort die Erkenntnisse zusammengefaßt werden. Mit diesem Werk gelang dem Marburger Forscher und Mitbegründer der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe die schlüssige Beantwortung wesentlicher Fragen zur frühesten Vergangenheit der atlantisch-germanischen Volksstämme. Wer in seinem Leben nur ein Buch zur Frühgeschichte lesen möchte, der sollte zu Wirths Aufgang der Menschheit greifen!


Wer kann ein vollbesetztes Flugzeug verschwinden lassen und warum?



Von Tony Gosling (RT), Übersetzung Widukind

Haltlose Aussagen, Widersprüche und falsche Beweise sind alles, was der militärische Industriekomplex des Westens über das Verschwinden des Malaysian Airlines Fluges 370, gut orchestriert, an die Öffentlichkeit gelassen hat.

Die ursprüngliche Annahme, dass das Flugzeug in Meer gestürzt sei, hat sich als unhaltbar erwiesen. Ein außerirdischer Zugriff als irreführendes Szenario greift nicht mehr. Das in den 1970er Jahren populäre Bermuda-Dreieck-Mysterium kann man heute als einen ausgewalzten Schlagzeilen-Betrug zum Schutz des CIA-Drogenhandels abhaken. Die Story vom Bermuda-Dreieck musste damals herhalten, um den von der CIA organisierten Handel zwischen südamerikanischen Kokain-Baronen und dem Absatzmarkt in Florida zu vertuschen.

Militärgeheimnisse sind nicht für die Öffentlichkeit gemacht

Die malaysische Regierung verfügt nicht über hochentwickelte Satelliten- und Radarsysteme. Es dauerte einige Tage, bis die Regierung in Kuala Lumpur zugab, dass die Route des verschwundenen Fluges MH370 in westliche Richtung über die Malay-Halbinsel zurückverfolgt werden konnte.

Vom Zeitpunkt des letzten Kontakts mit Flug MH370 waren die malaysischen Behörden vollkommen abhängig von der Unterstützung von Staaten, die über die modernsten militärischen Radarsysteme bzw. über die neueste Satelliten-Supertechnik verfügen.

Das ist das Dilemma. Sieht diese militärische Allianz, die über diese Technik verfügt, Malaysia aber als einen Verbündeten? Sind diese Länder wirklich bereit, die Fähigkeiten ihrer Systeme in Friedenszeiten anderen Ländern zu offenbaren? Und besitzen sie letztlich die Fähigkeit, die Bordsysteme von Flugzeugen zu hacken, auszuschalten und das Flugzeug ferngesteuert zu lenken, ohne dass der Pilot eingreifen kann? Wenn sie dazu fähig sind, werden sie dann auch dazu bereit sein, das vor aller Welt zuzugeben?

Es gibt zwei Haupttheorien dazu. Die einfachste Theorie wurde von dem Hacker Hugo Teso, der als Sicherheitsberater für n.runs in Deutschland arbeitet, selbst Verkehrspilot, vorgestellt (Aircraft Hacking: Practical Aero Series). Auf der "Box-Hacker-Konferenz" im April 2013 in Amsterdam demonstrierte Teso die Fähigkeit, die Geschwindigkeit, die Reiseflughöhe sowie die Richtung eines virtuellen Flugzeuges zu verändern, indem entsprechende Funksignale an die elektronische Flugkontrolle im Flugzeug gesendet werden. Teso entwickelte sogar ein Android-App, das die Verwundbarkeit der Elektronik von Flugsimulatoren für Verkehrsflugzeuge sowie für Geschäftsjets, PlaneSploit genannt, offenlegt.

Die USA verfügen über mehrere Flugbasen im Indischen Ozean und im Chinesischen Meer von wo aus sie die mit den modernsten Geräten der Kriegs-Elektronik operieren. Bei dieser Hochtechnologie handelt es sich um eine Weiterentwicklung vorhandener Kriegsschiffs- und Cyber-Kriegstechnik, die bislang von den AWACS-Flugzeugen und in Kampfjets genutzt wurde.

Die ehemalige wissenschaftliche Beraterin des britischen Innenministeriums, Dr. Sally Leivesley, wurde vom Londoner Sunday Express am 16. März 2014 mit den Worten zitiert: "Hacker können die Geschwindigkeit, und Reiseflughöhe von Flugzeugen ändern, indem sie Funksignale an die Bordcomputer der Flugzeuge senden. Das gehackte Flugzeug kann ferngesteuert gelandet oder zum Absturz gebracht werden." Dr. Sally erwähnte die Möglichkeit, dass es sich beim Verschwinden von Flug MH370 um die erste Flugzeug-Cyber-Entführung der Welt gehandelt haben könnte.

Malaysia ist ein technisch relativ unterentwickeltes Land und somit nicht in der Lage zu beurteilen, ob es sich beim Verschwinden von Flug MH370 um einen derartigen Vorfall handelte. Darüber hinaus hindert die kulturelle Einstellung zur Gesichtswahrung die malaysischen Behörden daran einzugestehen, dass sie die Lage nicht unter Kontrolle haben.

Es besteht die theoretische Möglichkeit, dass der Pilot von MH370 einen Funkspruch von militärischen Einrichtungen über eine geheime Frequenz, die von der Flugkontrolle der Bodenstationen nicht mitgehört werden konnte, erhielt. Der Pilot hätte nicht unterscheiden können, ob dieser Funkspruch von der Flugkontrolle oder von einer feindlichen militärischen Einrichtung stammt. Es könnte darin geheißen haben: "Der vietnamesische und der umliegende Luftraum ist für den Überflug wegen militärischer Vorkommnisse unsicher geworden. Bitte ändern Sie Ihre Funkfrequenz und befolgen Sie unsere Anweisungen zur Landung auf einer entlegenen Landebahn, wo Sie sicher sind. Bitte informieren nicht die Passagiere über die Flugänderung, denn das könnte zu Unruhen im Flugzeug führen." Es ist wahrscheinlich, dass der Pilot diesen Anweisungen folgte und die Passagiere niemals wahrgenommen haben, dass etwas nicht in Ordnung war. Wenn also so etwas stattgefunden hat, was war dann das Motiv?

Die Geopolitik von Malaysia und China

Durch die ständigen Invasionen und Interventionen, durch die irrsinnige Aufrüstung seit dem Ende des 2. Weltkriegs, haben sich die USA als "Schurkenstaat" der Moderne selbst ausgegrenzt, wie der US-Autor William Blum feststellte. Während die Wirtschaft der ehemaligen Supermacht USA auseinanderfällt, präsentiert sich Washington mit Kriegsverbrechen im Irak, in Afghanistan, in Libyen usw. der Weltöffentlichkeit als schamlose Macht. Die Drahtzieher in Washington glauben, dass sie mit ein wenig "Soft Power" und Nachrichten-Lügen wie üblich mit allem durchkommen würden.

Europa hat sich schon seit Jahrzehnten der US-Dominanz vollkommen unterworfen. Dies geschieht durch die zugelassene Macht der multinationalen Konzerne, durch die IWF-Kredite und durch die Nato. Wie es aussieht, entsteht nunmehr eine sogenannte Transatlantische Handels- und Investment-Partnerschaft (TTIP), die die EU und den Euro mit dem Dollar verschmelzen soll. Mit diesem Instrumentarium soll ein einziger Staat geschaffen, der Traum von der Weltregierung soll so wahrgemacht werden.

China und Malaysia sind starke, unabhängige Staaten, was Washington zu schaffen macht. Malaysia hat sich zum Beispiel geweigert, Kredite vom IWF aufzunehmen und China bleibt gegenüber der amerikanischen "Vision" standhaft, sich nicht auf das Konzept der zerfallenden Nationen, wie beispielsweise Groß Britannien, oder wie zuletzt die Ukraine, einzulassen.

Eine Woche nach dem Verschwinden von Flug MH370 weigerte sich China im Sicherheitsrat der Vereinigten Nationen, Russland wegen des Krim-Referendums zu verurteilen. Zur gleichen Zeit unterschreibt die Kiewer Putsch-Regierung bereits Verträge mit der Nato.

Der Tod von über 80 Demonstranten und Polizisten in Kiew muss offenbar als Teil jener Nato-Operationen gesehen werden, die in den 1970er und 1980er Jahren als "Gladio-Operationen” bekannt wurden. Die strenggeheimen Operationen, siehe Oktoberfest-Anschlag in München 1980, wurden bereits 1992 in einer Dokumentation der BBC-Serie TIMEWATCH entlarvt. Die Nato bewaffnete Terroristen, die unzählige unschuldige Menschen in ganz Europa ermordeten. Damals wurden die Taten sogenannten Neonazis und sowjetischen Geheimdiensten untergeschoben. Gladio wurde im Rahmen parlamentarischer Untersuchungen in Italien, Belgien und der Schweiz enttarnt. So wie am 22. Februar 2014 in Kiew, fanden ähnliche Tötungen von Protestierenden und Polizisten auch in Venezuela statt. Und neuerdings wieder verstärkt in Syrien.

In diesem Zusammenhang muss man wohl die Entführung des Fluges MH370 mit 239 Passagieren sehen, denn die Nato-Geheimdienste messen dem menschlichen Leben keinerlei Wert bei. Sie betrachten Menschen als Schachfiguren in einem wichtigen geopolitischen "Spiel".

Die Nato-Mitgliedsländer antworten auf wirtschaftliche Katastrophen genau so, wie sie es auch schon im Vorfeld der beiden Weltkriege getan haben: mit Aggression und Krieg. Wie ein abgehörtes Telefonat Ende März 2014 beweist, sollte der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan einen Krieg mit dem Nachbarland Syrien provozieren. Die Tatsache, dass wir uns im Atomzeitalter befinden, scheint an diesen Leuten vorbeigegangen zu sein. Sie leben noch heute in der Vorstellungswelt von 1962, nach der Kuba-Krise, als der Oberbefehlshaber der Strategischen US-Luftstreitkärfte, General Curtis LeMay, die Lage wie folgt beurteilte: "Die Sowjetunion hätte jederzeit ausgelöscht werden können ohne nennenswerte Verluste auf unserer Seite."

China und Malaysia sollen mit dem Spiel gegenseitiger Schuldzuweisungen im Zusammenhang mit dem Verlust von MH370 aufeinander gehetzt werden. Einflussreiche Kreise in Washington bezeichnen dies als Vergeltung dafür, dass diese Länder den Vorschlägen des UNSC im Zusammenhang mit Kreditaufnahmen vom IWF nicht gefolgt seien. Und wer sich dem IWF verweigert, der verweigert sich auch der Nato-Dominanz, dieser verbogenen, zunehmend angriffslustiger werdenden Kriegs-Allianz, so die Denke in Washington.

Psychologische Kriegsführung – Nachrichten-Kontrolle

Am 13. März 2014 wartete Rolls Royce mit der Überraschung auf, dass die zwei Trend-Triebwerke der Boeing 777 noch etwa fünf Stunden lang in Betrieb waren, nachdem die Maschine als "verloren" gemeldet worden war. Am 18. März 2014 berichtete die kleine maledivische Zeitung "Haveeru", dass ein halbes Dutzend Inselbewohner einen Jumbo-Jet zuerst gehört und dann niedrigfliegend über dem Insel-Atoll gesehen hätten. Wörtlich stand in der Zeitung zu lesen: "Die Augenzeugen sagen, dass es ein weißes Flugzeug mit roten Streifen auf dem Rumpf war – so wie Flugzeuge der Malaysian Airlines aussehen. Das Flugzeug flog nach Süden."

Beide Nachrichten wurden von Regierungs- und Militärexperten unter einer Lawine von Leugnungen und Negierungen begraben. Keiner dieser sogenannten Experten konnte aber wissen, ob es sich bei der Meldung über die Triebwerkstätigkeit und die Sichtung durch die Insulaner um Falschmeldungen oder um Wahrheit handelte. Diese massive und sofortige Reaktion ist ein klares Zeichen dafür, dass es sich um eine Nachrichten-Operation mit dem Ziel handelte, diese Tatsachen der Weltöffentlichkeit vorzuenthalten. Die Operation verlief erfolgreich.

Rolls Royce wurde sogar davon "überzeugt", die Meldung über die Triebwerks-Tätigkeit zurückzunehmen. Zu wasserdicht waren diese technischen Beweismittel. Das Militär argumentiert, dass weit weniger Menschen durch Lügen sterben, um ein Volk zu überwältigen, als durch Krieg.

Aber was passiert, wenn ein Journalist, der besser darin ist, die Wahrheit zu schreiben, als zu lügen, heimlich ermordet wird, so wie man es im Zusammenhang mit dem Rolling-Stone-Journalisten Michael Hastings vermutet? Hastings schrieb über die Rolle von General Stanley McChrystal in Afghanistan die Wahrheit, was zur Entlassung von McChrystal führte.

Hastings war gerade im Begriff, den neuen CIA-Direktor John Brennan zu entlarven, der die treibende Kraft für die psychologische Kriegsführung (US Army Information Operation, I-Ops) gegen kritische US-Journalisten und US-Politiker ist. Es wird selbst vom ehemaligen Sicherheitsberater des Weißen Hauses für Internetsicherheit, Richard Clarke, angenommen, dass die Elektronik von Hastings' Mercedes einem Cyber-Angriff ausgesetzt, also gehackt worden war. Das Gaspedal wurde ohne Zutun des Fahrers bis zum Anschlag durchgetreten und der Wagen direkt auf einen Baum gesteuert. Michael Hastings starb in seinem explodierten Mercedes.

Im Zusammenhang mit Flug MH370 besitzen wir zwei unumstößliche Beweise dafür, dass es sich bei den Nachrichten über das verschwundene Flugzeug um ein militärisches Nachrichten-Management handelt bzw. um einen Nachrichtenkrieg. Anders kann man die Kaskaden von bösartigen Nachrichten, die in Lichtgeschwindigkeit rund um den Globus verbreitet werden, nicht mehr bewerten. Es geht ganz einfach darum, die Wahrheit zu töten.

Ähnlichkeiten mit 9/11 und der Rolle Groß Britanniens sind unübersehbar

Die bizarre Zick-Zack-Route von MH370 deckt sich auffallend mit der Flugbahn der 9/11-Flugzeuge. Am 11. September 2001 wurde die Welt zum ersten Mal Zeuge, dass die Bordelektronik von Flugzeugen auf mysteriöse Weise ausgeschaltet wurde. Wie bei Flug MH370. Ob durch Fernsteuerung oder durch den Piloten, die Transponder, die die Geschwindigkeit, die Reisehöhe und die Reisegeschwindigkeit der Flugzeuge weiterleiten sollten, waren abgeschaltet worden. Die Boeing 777 ist sogar noch anfälliger für Cyber-Entführungen als der Boeing Typ 767 vom 11. September. Es handelt sich bei der 777 um die erste Produktion von Flugzeugen, wo der Pilot keine direkte Kontrolle mehr über das Flugzeug ausüben kann. Das Flugzeug wird vollständig vom elektronischen Flugmanagement gesteuert.

Die britische Rolle in diesem Spiel ist nicht die eines ehrlichen Vermittlers. Die mit dem Militär zusammenarbeitende Firma Inmarsat erstellte beeindruckendes Kartenmaterial und unterwies die Rettungskräfte dahingehend, wo zu suchen sei. Aber niemals gab die Firma Grunddaten preis, die zu diesen Erkenntnissen führten. Die britische Untersuchungsbehörde für Flugzeugunglücke (UK Air Accident Investigation Branch) erteilte ebenfalls Expertenrat, ohne mitzuteilen, wie sie zu diesen Schlußfolgerungen gekommen ist.

Dennoch ist Rolls Royce der Star in diesem Spiel, denn die Firma deckte eine ganz offene Lüge im Zusammenhang mit dem "verlorenen" Flugzeug auf. Die Rolls Royce Veröffentlichung, dass MH370 noch weitere fünf Stunden in der Luft war, deckt sich nämlich nicht mit der Behauptung, das Flugzeug hätte einen technischen Defekt gehabt. Flugzeuge in technischen Schwierigkeiten fliegen nicht fünf Stunden lang weiter, sondern fallen dann ganz einfach ins Meer.

In einem Land, wie vergangene Woche bekannt wurde, wo es Freunden und Familienangehörigen verwehrt wird, ihren Lieben noch nicht einmal die Bibel ins Gefängnis zu schicken (Zeitungen und Bücher sind ohnehin verboten für Gefangene in den USA) kann uns keine Barbarei der Führer aus Übersee gegenüber den Menschheit mehr überraschen.

Tony Gosling begann sein Berufsleben in der Luftfahrt und bei der BBC. Er ist ein britischer Land-Rechte-Aktivist, Historiker und investigativer Journalist. Der Beitrag erschien bei RT. Es hat den Anschein, dass sich der Autor auf Geheimdienstmaterial zweier großer Mächte stützen kann.





Italien: Freimaurer suchen neuen Großmeister

(Rom) Italien hat am 25. Februar ein neues Parlament gewählt, das die Unregierbarkeit des Landes allerdings nur bestätigt. Die katholische Kirche hat am 13. März einen neuen Papst erwählt, der mit unglaublich selbstbewußtem Alleingang handelt und viele Fragen aufwirft. Im politischen Chaos Italiens ist im Mai ein neuer Staatspräsident zu wählen. Mitten in dieses Szenario fällt auch noch der Beginn des Wahlkampfes für die Wahl des neuen Großmeisters des Großorients von Italien.

In der „Institution“ Freimaurerei, wie sich die beschürzten Brüder selbst sehen, laufen die Fäden der Macht zusammen: hohe Beamtenschaft, Finanz, Politik, Justiz, Militär und Universität. Vom 5.-7. April verwandelt sich das Kongreßzentrum der Adriastadt Rimini in einen Freimaurertempel. Am Freitag wurde dort die Großloge des Großorients von Italien, der wichtigsten freimaurerischen Obödienz auf der Apenninenhalbinsel eröffnet. Sie umfaßt 757 Logen mit etwa 22.000 „freien Maurern“, von denen 2000 sich in Rimini eingefunden haben.

„Institution“ Freimaurerei: Schnittpunkt der Macht

Großmeister Gustavo Raffi, Jahrgang 1944, ein Rechtsanwalt aus Ravenna, der ganz im Geist des freimaurerisch durchtränkten Risorgimento steht und eine politische Vergangenheit in der Republikanischen Partei Italiens aufzuweisen hat, beendet 2014 seine dritte Amtszeit. Seit 1999 ist er Großmeister des Grande Oriente d’Italia. 1968 fand seine Initiation statt, seit 1970 ist er Meister. Die informellen „Vorwahlen“ für seine Nachfolge sind bereits im Gange und sorgen für einige Aufregung, schließlich waren Italiens Freimaurer schon immer recht streitsüchtig, auch intern.

Die „Thronprätendenten“ drängeln sich um den obersten Meisterstuhl und bei den gegenseitigen polemischen Angriffen bleibt das sonst behauptete hohe moralische Niveau schon Mal auf der Strecke. Der Historiker Paolo Prodi, leiblicher Bruder des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten und Präsidenten der EU-Kommission Romano Prodi kommt schon mal ins Schwärmen, wenn er über die Freimaurerei spricht, die er als „eine der wichtigsten Institutionen“ bezeichnete, die „in der Geschichte des Westens Ethik hervorbrachte“.

Großorient von Italien sucht 2014 neuen Großmeister – Stuhlprätendenten drängeln sich

Die große Frage seit ihrem Entstehen vor mehr als 250 Jahren lautet: „Nur Ethik und keine Politik?“ Großmeister Raffi wird nicht müde zu wiederholen, daß die Politik in den Logentempeln nichts zu suchen habe. Nett gesagt, aber schwer zu glauben. Der Staat Italien hat nämlich seine Entstehung der Freimaurerei zu verdanken. Sie war die treibende Kraft hinter der italienischen Einigungsbewegung des 19. Jahrhunderts. In ihren Logen versammelten sich Italiens „Patrioten“. Alle führenden Köpfe des Risorgimento waren beschürzte Brüder, Giuseppe Garibaldi, die bis heute markanteste Gestalt jener Zeit war sogar Großmeister des Großorients.

Raffi selbst bestätigte jedoch die politischen Vorlieben der Logen, als er während der letzten kurzen Regierungszeit von Romano Prodi als italienischer Ministerpräsident (2006-2008) offenbarte: „Nicht ich, sondern unsere Geschichte ist es, die sagt, daß unser Herz links schlägt“.

Aber die Maurer sind geschmeidig und wissen sich an den Schalthebeln der Macht zu halten, egal ob die linke oder die rechte Mitte regiert, zumal sich sowohl das politische Personal als auch die geduldeten politischen Ideen immer mehr angleichen, was einer kontinuierlichen tendenziellen Linksverschiebung gleichkommt und damit dem „linksschlagenden Herzen“ der Brüder entgegenkommt. Daß dem so ist, daran sind sie ja keineswegs unschuldig, denn „für uns“, wie Gustavo Raffi betonte, „ist Pädagogik sehr wichtig“, will sagen: die „Erziehung“ oder besser Umerziehung des Volkes.

Für Freimaurerei ist „Pädagogik sehr wichtig“: Das Ziel heißt (Um)Erziehung des Volkes

Entsprechend wußte sich die Freimaurerei ab 2008 trotz des Wahlsiegs von Silvio Berlusconi mit Vertretern wie dem Politiker und Bankier Denis Verdini (früher Republikanische Partei, seit 2008 Koordinator von Berlusconis Popolo della Libertà, 2001-2013 Parlamentsabgeordneter, im Verdacht eine Geheimloge Propaganda 3 aufgebaut zu haben), dem Gerichtsmediziner und Ordinarius an der Universität „La Sapienza“ in Rom Natale Mario Di Luca und dem Politiker Fabrizio Cicchitto (früher Sozialistische Partei, mit Unterbrechungen seit 1979 Parlamentsabgeordneter, 2008-2013 Fraktionssprecher des Popolo della Libertà, 1980 Mitglied der Geheimloge Propaganda 2) wieder gut zu platzieren.

Wie gekonnt die Freimaurerei auf politische Veränderungen reagiert oder diese erst herbeiführt, die Dinge lassen sich wegen ihrer Geheimhaltung nicht immer leicht auseinanderhalten, zeigt das jüngste Phänomen am italienischen Polithimmel: der neuen Bewegung Movimento 5 Stelle des Politkomikers Beppe Grillo. Die Partei wurde bei den Parlamentswahlen im Februar zur stimmenstärksten Partei. Die Frage wofür sie genau steht, ist jenseits ihrer Fundamentalkritik am „System“ nicht leicht beantwortbar. Der politische Kopf hinter dem Meisterredner Grillo ist ein kaum in Erscheinung tretender Gianroberto Casaleggio, der jedoch freundschaftlich mit dem ehemaligen Großmeister des Großorients Giuliano Di Bernardo verbunden ist.

Die Freimaurerfreundschaften in Beppe Grillos neuer Partei

Di Bernardo sagte jüngst dem Wochenmagazin Panorama zu Casaleggio befragt: „Seine und meine Sichtweise sind sehr ähnlich.“ Der „Internetstratege“ (Beppe Grillo) und Unternehmer Casaleggio verfaßte ein Science-Fiction-„Zukunftsmanifest“ der Menschheit, laut dem es zu einen schrecklichen Weltkrieg kommt, in dem der Vatikan zerstört, die Weltbevölkerung auf eine Milliarde Menschen reduziert, dann aber die Internetdemokratie verwirklicht wird. Casaleggio vertritt die Position der Überbevölkerungstheoretiker von Malthus über Paul Ehrlich bis John Holdren. Der Physiker Holdren war Berater von US-Präsident Clinton und ist es jetzt wieder unter Obama. Mit Ehrlich, dem Erfinder der Theorie der „demographischen Bombe“ verfaßte Holdren eine Schrift, in der sich beide für eine Bevölkerungsreduzierung aussprachen, die durch Abtreibung und Sterilisation erreicht werden sollte, unter anderem durch Verseuchung des Trinkwassers mit sterilisierenden Stoffen. Wie Casaleggio sagt auch Holdren in seinen Schriften Katastrophen voraus, um durch Panikmache verschreckte Unterstützer zu finden. Daß die fünf Sterne im Namen und im Logo der neuen Politbewegung fünfzackige Sterne sind, mögen viele als Zufallsprodukt abtun. Es kann, muß aber kein Zufall sein, daß die Sternendarstellung jener der Logenbrüder entspricht.

Daß die Freimaurerei im Kampf um die politische Macht immer ganz vorne mitmischt, kann nur Nicht-Wissende erstaunen, nicht aber Wissende wie Valerio Zanone, 1976-1985 Vorsitzender der Liberalen Partei Italiens, 1984-1989 italienischer Umweltminister, dann Industrieminister und schließlich Verteidigungsminister in sozialistisch und christdemokratisch geführten Regierungen, 1979-1994 Parlamentsabgeordneter der Liberalen Partei Italiens, 2006-2008 Senator für die Linksdemokraten (des Freimaurers Herz schlägt eben links). Zanone gehört seit vielen Jahren zu den Dauerreferenten der in Rimini abgehaltenen Großlogen. Der Philosoph gilt als einer der besten Kenner von Agostino De Pretis und dessen Zeit. Der italienische Politiker De Pretis gehörte von 1876 bis 1887 der italienischen Regierung an, davon dreimal als Ministerpräsident. Nach seiner Logeninitiation 1864, wurde er 1866 Meister und erreichte 1877 den 33. Grad des Schottischen Ritus. Gemeinsam mit Giuseppe Garibaldi zählte er zum Kreis der Hochgradfreimaurer.

Ideologisches Selbstbekenntnis: Des Freimaurers Herz schlägt links

Dem scheidenden Großmeister Raffi wirft die interne Opposition heute vor, Mitschuld am „harmonischen Knäuel“ rund um eine der größten italienischen Banken, der Monte dei Paschi di Siena (MPS), zu tragen, die mit riskanten Skandalgeschäften in die Schlagzeilen geriet. Der Monte ist nicht nur eine der größten italienischen Banken, sondern auch die älteste noch heute operierende Bank weltweit. Die ins Strudeln geratene Bank wurde mit Milliardenzuschüssen an Steuergeldern gestützt als Mario Draghi, der heutige EZB-Chef Italiens oberster Bankenaufseher war. In der Toskana, einer traditionell roten Region, kooptierten die mehrheitlich traditionell den Linksdemokraten nahestehenden Freimaurer ihre den Rechtsdemokraten nahestehenden Brüder in wichtige Positionen, wie es auch umgekehrt der Fall ist. Im Verwaltungs- und Aufsichtsrat der Bank saßen die Brüder einträchtig zusammen, wie in ihren Logen, obwohl sie für die Öffentlichkeit unterschiedlichen, ja gegnerischen politischen Lagern angehören, Giuseppe Mussari neben Denis Verdini, um zwei konkrete Beispiele für den Monte zu nennen.

Großmeister Raffi, der selbst Rechtsberater des MPS war, leugnet mit Nachdruck jeglichen freimaurerischen Einfluß auf die Bank: Die Freimaurerei „hält nicht ihre Hand über dem Monte, sie kontrolliert nichts und ist auch gar nicht daran interessiert etwas zu kontrollieren“.

Wenn die Brüder „nichts“ kontrollieren, aber Banken kontrollieren

Aus der Toskana mit dem MPS kommt dann auch einer der potentiellen Nachfolger Raffis als nächster Großmeister. Stefano Bisi, der Vorsitzende des Kollegiums der verehrungswürdigen Meister des Großorients der Toskana, bestätigte bereits öffentlich seine Bereitschaft für das Amt.

Aber die Liste der Prätendenten ist lang. Zu ihnen gehört Morris Ghezzi, Großredner des Großorients von Italien, Professor der Rechtssoziologie an der Staatlichen Universität von Mailand, Vorstandsmitglied der Humanistischen Gesellschaft und der Gesellschaft für die Feuerbestattung. Bis hierher eine einigermaßen typische Freimaurergeschichte, während seine politische Geschichte auf den ersten Blick kurioser verlief.

1994 war Ghezzi mitten im Schmiergeldskandal Tangentopoli, der Italiens Parteienlandschaft kollabieren ließ, für nur vier Tage Kurzzeitvorsitzender der Sozialistischen Partei in der mächtigen Provinz Mailand, bevor er wieder zurücktrat. Ghezzi hatte bereits hinter den Kulissen einen Wechsel zu Silvio Berlusconi vorbereitet, der damals gerade neu in den politischen Ring stieg, um nach dem Zusammenbruch der traditionellen Regierungsparteien eine kommunistische Machtübernahme zu verhindern.

Viele Bewerber, doch die Schwergewichte müssen erst noch aus der Deckung treten

Neben Ghezzi findet sich mit Massimo Bianchi noch ein weiterer ehemaliger Sozialist unter den Bewerbern um den Großmeisterstuhl. Auch Bianchi, derzeit stellvertretender Großmeister, stammt aus der Toskana und war stellvertretender Bürgermeister von Livorno. Obwohl er sich sehr um die Geschichte der Freimaurerei bemüht und erst vor kurzem gemeinsam mit den Linksdemokraten der Toskana eine Studientagung über den Freimaurer Adriano Lemmi organisierte, den Bankier, der das Risorgimento finanzierte, gilt er nicht als Favorit.

Auch die Logen von Neapel stellen mit Giovanni Esposito, einem Wirtschaftsberater und stellvertretenden Schatzmeister des Großorients mit besonderer Nähe zu Silvio Berlusconi einen Bewerber. Aus dem Süden kommt aber auch Antonio Seminario und zwar aus Kalabrien, das die zweitgrößte Zahl an Logenbrüden im gesamten Süden aufweisen kann. Seminario steht dem Kollegium der Meister des dortigen Großorients vor. Er organisierte soeben ein Seminar, um den Stuhlmeistern, den Logenrednern und den Zeremonienmeistern einzuschärfen, wie man sich bei den Logenarbeiten zu verhalten habe.

Auf der Linken tritt mit Gioele Magaldi ein überzeugter Sozialist, dessen Vater KP-Mitglied war, ein überzeugter Anhänger von Keynes und Roosevelt, ein „Nicht-Jude mit jüdischem Namen, weil schon meine Eltern pro-israelisch und judenfreundlich eingestellt waren“ an, um Großmeister Raffi zu beerben. Magaldi, der mit dem „Demokratischen Großorient von Italien“ eine eigene freimaurerische Richtung gegründet hat, baut sein Image auf Kritik an der derzeitigen Vermengung von Politik und Macht auf und präsentiert sich als Saubermann. Konkret richtet sich seine offen linksgestrickte Kritik aber nur gegen Silvio Berlusconi, den Lieblingsfeind nicht nur der italienischen Linken, den Magaldi in einer Reihe von „Offenen Briefen“ immer als „Bruder Silvio“ anspricht. Chancen auf den Großmeisterstuhl werden ihm allerdings keine eingeräumt.

„Kardinal Martini wollte als Freimaurer initiiert werden“

Magaldi widmete Carlo Maria Kardinal Martini nach dessen Tod einen „brüderlichen“ Nachruf, der vor allem eine Anklage gegen Papst Benedikt XVI. war. Darin behauptete er, Kardinal Martini, „beeinflußt von der großen geistlichen und moralisch progressiven Gestalt von Pater Pedro Arrupe“ habe „Neugierde für das freimaurerische Wissen gezeigt Carlo Maria Martini wollte als freier Maurer initiiert werden“.

Demnächst soll im Verlag Chiarelettere ein Buch von Magaldi erscheinen, in dem er – laut Ankündigung – die Namen zahlreicher Freimaurer bekanntgeben will. Man darf einigermaßen sicher sein, daß er nur Namen von Freimaurern enthüllen wird, die anderen internen Richtungen angehören. Ein Kapitel soll auch Kardinal Martini gewidmet sein.

Die wirklich starken Kandidaten um die Großmeisterwürde werden sich erst in diesen Tagen in Rimini zu erkennen geben.

Die Großloge in Rimini zeigt zudem, daß auch Freimaurer mit der Mode gehen. Besonders In ist in diesem Jahr die „Tragtasche für den zusammengefalteten Schurz“, die von Erasmo Notizie, dem Informationsdienst des Großorients beworben wird. Sie besteht aus einer großen Tasche mit Reißverschluß und drei kleinen Taschen, in denen man, so die Werbung, „ideal den Schurz, die Handschuhe und andere Accessoires“ unterbringen könne.

Talk-Runden mit beschürzten Universitäts-Brüdern

Neben den „Arbeiten“ der Großloge sieht die Freimaurergroßtagung in Rimini ein reichhaltiges Rahmenprogramm vor. Dazu gehören eine Reihe von Talk-Shows, die vom Journalisten für Populärwissenschaft und bekennenden Homoaktivisten Alessandro Cecchi-Paone moderiert werden. Zu Gast sind Meinungsträger aus den Bereichen Kultur und Wissenschaft. Die erste Talk-Runde befaßte sich am 5. April mit dem Thema „Staatsbürgerschaft und Verantwortung“ mit dem ehemaligen Präsidenten des italienischen Verfassungsgerichts Antonio Baldassare, mit Enrico Iachello von der Universität Catania, Aldo Masullo von der Universität Federico II von Neapel, Antonio Panaino von der Universität Bologna und gleichzeitig Chefredakteur der Freimaurer-Zeitung Hiram sowie dem bereits erwähnten Valerio Zanone.

Das Thema des 6. April lautete „Multireligiosität und Ethik der Staatsbürgerschaft“ mit einer weiteren Reihe beschürzter Universitätsprofessoren.

Während der dreitätigen Logenarbeit können gleich drei Ausstellungen besichtigt werden: „Der Freimaurertempel in Geschichte und Tradition“, Zeugnisse der italienischen Freimaurerei in der Welt“ und „Europa: die Menschen der Freiheit“.

Familiäre Logenbande: Silvia Roncheys „Hypatia“ und ihre antichristlichen Vorurteile

Vom Bibliotheksdienst des Großorients werden Kulturtreffen organisiert, so zum Beispiel „Italien und Kuba für eine Volksfreimaurerei“, an dem die höchsten Vertreter der kubanische Freimaurerei teilnehmen, die die Grüße der Brüder Castro überbringen. Ebenso werden zahlreiche Bucherscheinungen von Freimaurern und Sympathisanten präsentiert.

Es erstaunt nicht, daß sich darunter auch die Historikerin Silvia Ronchey, die jüngst mit dem geschichtsverzerrenden Buch „Die wahre Geschichte der Hypatia“ bekannt wurde, das sich vor allem durch ihre eigenen antikatholischen und antichristlichen Vorurteile auszeichnet. Roncheys Vater gehörte der bereits mehrfach erwähnten Republikanischen Partei Italiens an und war von 1992 bis 1994 italienischer Kulturminister.

Alberto Ronchey, damals einer der bekanntesten Journalisten beim Corriere della Sera, dem Flaggschiff der italienischen Tagespresse, nahm 1969 in Mont Tremblant in Kanada am Bilderberger Treffen teil. Er stand in der Brüder-Hierarchie weit oben. So weit, daß seine Tochter in brüderlicher Verbundenheit bei den Freimaurern nicht nur eine gerngesehene Referentin ist. Als im November 2012 ihr Buch über Hypatia von der örtlichen Loge im sizilianischen Catania vorgestellt wurde, reiste sogar Großmeister Raffi eigens an, um die Schlußworte zu sprechen.